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"Ein Zeichen für Demokratie"

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Vom 6. bis zum 9. Juli 1989 fand in Leipzig ein überregionaler Kirchentag der sächsischen evangelischen Landeskirche statt. Im Vorfeld des Kirchentages war es aber bereits zu Querelen mit der DDR-Staatsführung gekommen. Diese wollte einen "politischen Kirchentag" in einer Stadt, die sich im Zuge der montäglichen Friedensgebete zu einem Zentrum der Opposition entwickelte, verhindern. Der Kirchentag sollte aus diesem Grund ein "Fest des Glaubens" werden. Die Stasi überwachte die ganze Aktion unter dem Decknamen "Kongress 89".

Leipziger Oppositionsgruppen hatten schon 1988 den Antrag gestellt, in die Vorbereitung des Kirchentages einbezogen zu werden. Aber ein "Markt der Möglichkeiten", auf dem sie sich mit ihren Ideen und Aktionen hätten vorstellen können, wurde abgesagt. Es sollte einen "Treffpunkt Glauben heute" geben, auf dem die Gruppen diskutieren sollten, wie ihr Engagement von der Bibel her motiviert wird. Politische Statements waren dabei verboten.

Es kam zum Protest verschiedener Basisgruppen, die daraufhin einen "Statt-Kirchentag" in der Leipziger Lukaskirche organisierten. Etwa 2500 Besucher, darunter viele Oppositionelle aus der ganzen DDR trafen sich und tauschten sich über die aktuelle Lage in der DDR und künftige Aktionen aus.

Trotz der Abgrenzung zum offiziellen Kirchentag versuchten Basisgruppenvertreter auch dort ihre Positionen zu vertreten. Beim Abschlussgottesdienst auf der Galopprennbahn in Leipzig formierte sich eine Demonstration mit Plakaten gegen die Fälschung der DDR-Wahlen und für Demokratie.

Die staatlichen Sicherheitskräfte griffen aufgrund der Präsenz westlicher Besucher und Journalisten nicht ein. Die kirchlichen Ordner aber hinderten die Demonstranten daran, ihre Plakate auf der Bühne zu zeigen. Daraufhin verließen sie das Gelände und formierten einen Zug in Richtung Innenstadt.

Der Comic wird aus der Sicht von Kathrin erzählt, eine der Mitverantwortlichen beim "Statt Kirchentag" und der Demonstration.

Das Comic zur Geschichte
   
Das chinesische Zeichen für Demokratie.

Das chinesische Zeichen für Demokratie. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Die Familie der Protagonistin Kathrin.

Die Familie der Protagonistin Kathrin. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Gründe warum Kathrin in die Kirche ging und dort die oppositionellen Gruppen kennenlernte.

Gründe warum Kathrin in die Kirche ging und dort die oppositionellen Gruppen kennenlernte. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Kathrin erzählt aus ihrem Leben. Wie sie zum Beispiel Tagebuch schrieb und die Seiten immer gleich verbrannte, damit sie nicht der Stasi in die Hände fielen.

Kathrin erzählt aus ihrem Leben. Wie sie zum Beispiel Tagebuch schrieb und die Seiten immer gleich verbrannte, damit sie nicht der Stasi in die Hände fielen. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Die Demonstranten auf dem Abschlussgottesdienst des Kirchentages.

Die Demonstranten auf dem Abschlussgottesdienst des Kirchentages. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Kirchliche Ordner verhindern, dass die Demonstranten auf die Bühne gelangen. Die Besucher des Kirchentages reagieren empört und solidarisieren sich.

Kirchliche Ordner verhindern, dass die Demonstranten auf die Bühne gelangen. Die Besucher des Kirchentages reagieren empört und solidarisieren sich. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Der Demonstrationszug bewegt sich Richtung Innenstadt.

Der Demonstrationszug bewegt sich Richtung Innenstadt. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Auf der Galopprennbahn Scheibenholz werden Plakate hochgehalten, die Demokratie fordern.

Auf der Galopprennbahn Scheibenholz werden Plakate hochgehalten, die Demokratie fordern. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Am Floßplatz wird der Zug gestoppt und das Plakat von Stasi-Mitarbeitern in eine Straßenbahn gezerrt.

Am Floßplatz wird der Zug gestoppt und das Plakat von Stasi-Mitarbeitern in eine Straßenbahn gezerrt. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Die Demonstranten werden durch Polizeiketten am Weitergehen gehindert. Sie suchen Zuflucht in der Peterskirche.

Die Demonstranten werden durch Polizeiketten am Weitergehen gehindert. Sie suchen Zuflucht in der Peterskirche. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

In der Kirche werden sie schon erwartet. Eine kurze Fürbittandacht wird gehalten. Danach verlassen die Demonstranten in kleinen Gruppen die Kirche.

In der Kirche werden sie schon erwartet. Eine kurze Fürbittandacht wird gehalten. Danach verlassen die Demonstranten in kleinen Gruppen die Kirche. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Eine junge Frau steht vor der Entscheidung, ob sie weiterhin die Augen vor Ungerechtigkeit verschließen oder sich dagegen auflehnen will.

Eine junge Frau steht vor der Entscheidung, ob sie weiterhin die Augen vor Ungerechtigkeit verschließen oder sich dagegen auflehnen will. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Polizisten stehen ratlos vor tausenden Demonstranten, die Schilder und Plakate hochhalten.

Polizisten stehen ratlos vor tausenden Demonstranten, die Schilder und Plakate hochhalten. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Die Protagonistin berichtet von der Demonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig.

Die Protagonistin berichtet von der Demonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig. Quelle: BStU/Projekt "Untold Stories"

Schaut Euch das Comic genau an und findet die fehlenden Ziffern der Koordinaten.

Koordinaten: N51° 1A.6B1 E12° C.823

A = An welchem Datum formierte sich der Demonstrationszug? Der Tag ergibt A.

B = Wie viele Wolken sind zu sehen während sich der Demonstrationszug in Richtung Innenstadt bewegt?

C = Die Protagonistin hat zwei ältere Geschwister. Die Summer der Altersunterschiede ergibt C.

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